Ortsverein Bonn-Holzlar-Hoholz
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Abschied von OB Nimptsch: Gegenseitiger Dank für sechs gute Jahre

Mit einem sehr bewegenden, aber ebenso humorvollen Empfang im Alten Rathaus hat die Verwaltung Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch verabschiedet, dessen Amtszeit am heutigen 20.Oktober endet.

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch

"Respekt" war der rote Faden des Vormittags im Kreise der Amtsleiterinnen und Amtsleiter, deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter, Mitglieder des Verwaltungsvorstandes und in Anwesenheit des künftigen Oberbürgermeisters Ashok Sridharan. Stadtdirektor Wolfgang Fuchs stellte den Begriff in den Mittelpunkt seiner Rede. "Wir haben Respekt vor Ihrer Leistung in Ihren sechs Jahren Amtszeit. Bonn wäre ohne Sie nicht so weit, wie die Stadt heute ist", würdigte Fuchs die Arbeit des scheidenden OB.

 

"Respektvoller Umgang mit den Menschen"

 

Ob das Haus der Bildung, das World Conference Center Bonn, das Deutschland-Fest 2011 oder die aktuelle Herausforderung bei der Unterbringung und Integration der Flüchtlinge – "all diese Themen haben Sie zu Ihren Themen gemacht. Sie waren der Motor", so der Stadtdirektor weiter. Ebenso zeichne OB Nimptsch der respektvolle Umgang mit den Menschen aus; Kollegialität habe in seiner Arbeit immer eine große Rolle gespielt. Und Respekt verdiene auch die Entscheidung des Oberbürgermeisters, nicht mehr für eine zweite Amtszeit bei der OB-Wahl im September zu kandidieren. Stadtdirektor Fuchs hatte für Jürgen Nimptsch eine Urkunde dabei: Als Ehrenbeamter wird er weiterhin als Standesbeamter Trauungen vollziehen dürfen.

 

Als Vertreter der Amtsleitungen sprach auch Kurt Berger, Leiter des Amtes für Soziales und Wohnen, in einer unnachahmlich formulierten und vorgetragenen Rede dem Oberbürgermeister seinen Respekt aus – "dafür, dass Sie die Verantwortung für uns, Ihre Verwaltung, übernommen haben."

 

"Sie waren ein guter Chef"

 

Als eine "starke Stadt, die stark genug ist, die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen zu meistern", sieht Rolf Kirst, Vorsitzender des Gesamtpersonalrats, die Bundesstadt Bonn. Jürgen Nimptsch sei ein Oberbürgermeister gewesen, "dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig waren, der Ihnen Wertschätzung entgegenbrachte". Kirst: "Sie waren ein guter Chef. Wir werden Sie vermissen!"

 

Den Dank "für sechs gute Jahre und für all die Veränderungen, die möglich wurden" gab der scheidende Oberbürgermeister zurück an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. "Bleiben Sie gesund, bleiben Sie gelassen, seien Sie mutig – und vor allem: Lachen Sie viel", sagte Nimptsch. Schließlich sei der Humor "der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt". Natürlich beendete der OB, wie er es so oft in seiner Amtszeit getan hat, seine Rede auf Platt: "Maat et joot!"

 

Im Anschluss überreichte Jürgen Nimptsch symbolisch den Staffelstab für den Vorsitz des Vereins Region Köln/Bonn an Ashok Sridharan. Nimptsch hat den Vorsitz des Vereins seit Juni 2015 für zwei Jahre inne; dieser geht nun an Sridharan als neuer Bonner Oberbürgermeister über.

Abschied von OB Nimptsch

Stadtdechant Wilfried Schumacher

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

Sie haben heute zum letzten Mal das Kerzenopfer von Rat und Verwaltung entsprechend einer schon aus dem Mittelalter überlieferten Tradition dargebracht. In 10 Tagen geht Ihre Amtszeit zu Ende. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Ihnen persönlich -  aber auch im Namen der katholischen Kirche - in dieser Stadt sehr herzlich zu danken für Ihren Dienst, den Sie als Oberbürgermeister dieser Stadt getan haben.

 

Als Sie Ihr Amt antraten, hatten wir vereinbart, dass wir immer den direkten Kontakt suchen werden, wenn es darum geht, bilateral Fragen zu klären und Probleme zu lösen. Dies haben wir mehr als einmal erfolgreich getan. Ich erinnere nur an unser Zusammenspiel, als es darum ging, eine Demonstration der Rechten in unserer Stadt am 1. Mai erfolgreich zu verhindern.

 

Ich danke Ihnen, dass Sie die Kirchen immer mit einbezogen haben, wenn es darum ging, gemeinsam über die zukünftige Gestalt unserer Stadt nach- zudenken. Gerne denke ich an die Runde im Kanzlerbungalow zurück, bei der sofort im Vorfeld Konspiratives vermutet wurde. Es war eines der besten und konstruktiven Gespräche, die ich je in dieser Stadt geführt habe.

 

Sie hatten es nicht leicht: Sie hatten die Ratsmehrheit gegen sich. Die Medien haben es ihnen nicht einfach gemacht. Und die Erkrankung ihrer Frau hat sie auch verständlicherweise sehr belastet. Ich habe immer bewundert, mit welcher äußeren Gelassenheit Sie ihr Amt ausgeübt haben. Wie es in Ihnen drinnen aussah, dafür haben sich nur wenige ehrlich interessiert.

Daran fehlt es in unserer politischen und gesellschaftlichen Kultur. Politiker sind kein Freiwild. Sie sind nicht Siegfried, der als unverwundbar galt! Sie haben ein Herz und eine Seele – auch wenn sie der politische Gegner sind.

 

Für das Bonner Münster haben Sie sich immer interessiert und engagiert. Selbstverständlich waren Sie bereit, im Projektbeirat zur Generalsanierung mitzuarbeiten. Ich möchte Ihnen für alles sehr herzlich danken.

Ein kleines Zeichen des Dankes möchte ich Ihnen überreichen, das bisher nur 12 Menschen erhalten haben. Gemessen an der Zahl ist es wertvoller als das Bundesverdienstkreuz ohne oder mit Band. Es ist die Goldene Münsternadel! Tragen Sie sie mit Ehre. Wenn Sie von der Sonnenseite der Stadt auf die Skyline von Bonn schauen, dann sehen Sie den Turm des Münsters. Bleiben Sie uns verbunden!

 

© Stadtdechant Wilfried Schumacher, 11.10.2015

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